Inhalt » Archiv » Ausgabe 10/2008 » Auf Nummer sicher bei Sicherheitssteuerungen! – Hilfen zur Bewertung von Steuerungen mit Sicherheitsaufgaben

Auf Nummer sicher bei Sicherheitssteuerungen! – Hilfen zur Bewertung von Steuerungen mit Sicherheitsaufgaben

Aus der Arbeitsschutzforschung

Ob elektronisch, programmierbar, hydraulisch oder pneumatisch – Steuerungen an Maschinen sorgen dafür, dass Maschinen und Maschinenanlagen buchstäblich rund laufen. Der Benutzer will korrekte Arbeitsergebnisse; deshalb muss die Steuerung funktionieren. Längst sind Maschinensteuerungen aber nicht mehr nur einfache Ein/Aus-Schalter, die allein über Lauf oder Stopp eines Motors bestimmen. Immer häufiger hält der „Kollege“ Mikroprozessor selbst in einfachste Maschinen Einzug und steuert auf Wunsch des Bedieners verschiedenste Abläufe – oder auch nicht!

Doch Maschinensteuerungen sind nicht nur für den einwandfreien Ablauf zuständig, sehr häufig übernehmen sie auch Sicherheitsfunktionen. Sicherheitsfunktionen sind Funktionen, die den Menschen vor Gefährdungen bewahren sollen: So kann man heute in eine moderne Metallpresse hineingreifen, ohne dabei seine Hände zu verlieren. Denn hier wachen neben sicheren Sensoren (zum Beispiel Lichtschranken) auch sichere Steuerungen darüber, dass dem Menschen nichts passiert.

Aber was bedeutet „sichere“ Steuerung? Viele Experten sind seit mehr als zwei Jahrzehnten damit beschäftigt, diese Frage zu beantworten und die Sicherheit von Steuerungen in Richtlinien und Normen festzuschreiben. Auch das BGIA – Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung beteiligt sich seit langem an diesen Überlegungen. International anerkannt ist inzwischen folgende Definition: Sicherheit ist der Zustand, bei dem sich das Risiko einer Gefährdung auf ein geringes Risiko reduziert – das sogenannte akzeptable Restrisiko

Seite 372

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